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365 Sonnentage im Jahr sind perfekte Voraussetzungen für eine Region, die sich ganz dem angenehmen Leben und dem kurzweiligen Zeitvertreib verschrieben hat. Florida fällt es leicht, touristisch die Nummer Eins in den USA zu sein. Natürlich zieht es Besucher in die riesigen Vergnügungsparks von Disney, Universal und Seaworld, in denen bombastische Märchenwelten und Zukunftsinszenierungen Kindern wie Erwachsenen ein ganz besonderes Erlebnis versprechen. Kilometerlange weiße Sandstrände, reizvolle Badeorte, Resorthotels mit reichhaltigem Sport- und Freizeitangebot tragen zum perfekten Urlaubserlebnis bei. Und auch die Natur legt sich ins Zeug, um Floridas Unterhaltungswert zu mehren. In den tropischen Landschaften der Keys bringt eine farbenpächtige Unterwasserwelt Taucher ins Schwärmen. Die artenreichen Sümpfe der Everglades bieten sich für manch abenteuerliche Bootstour an. Hinzu kommen abwechslungsreiche Städtchen wie z. B. das hispanisch angehauchte St. Augustine oder das quirlige Key West mit seinem karibischem Flair. Miami Große Palmen, bunte Cocktails, extravagante Cabrios, weißer Sandstrand - so stellt man sich Miami vor. In der Realität bietet Miami als Schmelztiegel verschiedenster Nationalitäten, Kulturen und Religionen eine bunte Vielfalt in allen Bereichen des Lebens. Fast die Hälfte der 2 Millionen Einwohner sind hispanischer Abstammung und zusammen mit der tiefen Kulturverwurzelung aller dort lebenden Immigranten bekommt die Stadt im Süden des Sunshine States ihr internationales Gesicht. In jeder Ecke der Stadt - besonders in Little Haiti und Little Havana - spürt man die Würze des lateinamerikanischen Einflusses, besonders ausgeprägt in der feurigen Gastronomie und der rhythmischen Musik. Wie in vielen amerikanischen Metropolen zeichnen auch hier hohe, moderne Bankgebäude die Skyline des internationalen Finanz- und Handelszentrums. In Downtown Miami kommen nicht nur Shoppingwütige, sondern auch Kunst- und Kulturfreunde auf ihre Kosten. Neben dem Miami Art Museum (wechselnde Ausstellungen) warten das Metro Dade Cultural Center und das Historical Museum of Southern Florida auf Besucher. Die einmalige Mischung aus internationaler Metropole, zahlreichen Naturschönheiten, kultureller Vielfalt, Restaurants und Geschäften für jeden Geschmack machen Miami zu einer der attraktivsten und lebendigsten Städte der Welt. Miami Beach 1915 war die Geburtsstunde einer Stadt, die in den Augen eines jeden Betrachters bunte Bilder von Sommer, Sonne und Urlaub erweckt. Miami Beach war ursprünglich ein unattraktiver Inselstreifen im Atlantischen Ozean vor der Küste der Bankenmetropole Miami. Der Millionär Carl Fisher ebnete 1925 mit dem Bau zahlreicher Hotels und Sportanlagen sowie exotisch gestalteter Grünflächen den raschen Aufstieg der "Insel" zum beliebtesten Urlaubsziel vieler Amerikaner. Heute hat sich die lebhafte Stadt zum Mekka der Schönen und Reichen entwickelt. In keiner anderen Metropole verschmelzen die Grenzen von Kitsch und Kunst so sehr wie auf dem berühmten Ocean Drive im Art-Déco-Viertel in South Beach. Stars und Sternchen tummeln sich hier zwischen Künstlern und Touristen zum Sehen und Gesehenwerden. Darüber hinaus lockt Miami Beach neben all der Schönheit und dem extravaganten Lifestyle das ganze Jahr über mit einer exquisiten Küche und kilometerlangen weißen Traumstränden. Cape Canaveral Mit der Eröffnung des Raumfahrtzentrums in Cape Canaveral wurde Florida zum wichtigsten Standort für die Weltraumforschung, Elektronikindustrie und Rüstung. Von hier aus starteten die Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin 1969 ins Weltall, um als erste Menschen den Mond zu betreten. Das Kennedy Space Center der NASA (http://www.ksc.nasa.gov) ist eine der größten Touristenattraktionen der Region, zumal Besucher an den mehrmals im Jahr stattfindenden Raketenstarts live teilnehmen können (Infos unter Tel. 001-407-867-4636). Daneben verschafft das IMAX-Kino sagenhafte Space-Erlebnisse. Über das weitläufige Gelände führt die zweistündige Red Tour mit der Besichtigung des VAG-Gebäudes, in dem Raketen zusammengebaut werden, und dem Apollo Saturn V Center, in dem die spektakuläre Mondlandung von 1969 dokumentiert wird. Neben zahlreichen Raketentypen, einem originalgetreu nachgebildeten Space Shuttle und vielen weiteren Attraktionen ist die US Astronaut Hall of Fame zu sehen, die berühmte Astronauten und die Geschichte der Raumfahrttechnik multimedial in Erinnerung ruft. Everglades National Park Die Everglades sind eine weltweit einzigartige Naturlandschaft mit weiten Sumpfgebieten und einem Wildnisrefugium für Krokodile, Alligatoren, Floridapanther, Schildkröten, mehr als 300 verschiedene Wasservögel sowie bedrohte Pflanzenarten. Der Nationalpark ist der drittgößte der USA und bietet herrliche Naturpfade, eine Marina mit Boots- und Kanuverleih sowie wunderschön gelegene Lodges zum Übernachten. Im Visitor Center am Parkeingang dokumentiert ein Film die Geschichte und das Ökosystem des Parks, und erfahrene Rangers geben nützliche Tipps für die Parkbegehung. In die Sümpfe führen mehrere Lehr- und Wanderpfade, von denen der Gumbo-Limbo und der Anhinga Trail die interessantesten sind. Von diesen Stegen aus, die durch wild gewachsenes Schilf und Buschwerk führen, lassen sich Reptilien und Schildkröten beobachten. Key West Die südlichste Kleinstadt Nordamerikas zieht jährlich scharenweise Touristen an. Unkonventionell war sie schon immer: Ganz nah an der Karibik gelegen, zog sie im Lauf der Geschichte Piraten, Einwanderer, die vom Abwracken gestrandeter Schiffe lebten, und Künstler an. Auf dem zentralen Mallory Square tobt allabendlich das Leben. Akrobaten, Straßenmusiker und Händler, die Kitsch und Hippietand anbieten, buhlen um die Gunst des Publikums. Eine tierische Attraktion für Groß und Klein ist das am Platz gelegene Key West Aquarium, das die kunterbunte Unterwasserwelt der Keys dokumentiert. Im Shipwreck Historeum dreht sich alles um die Schätze gestrandeter oder gesunkener Schiffe, die vor Key West geborgen wurden. Neben dem Dramatiker Tennessee Williams verbrachte auch Ernest Hemingway etliche Lebensjahre in dem quirligen Städtchen. Von 1931-1946 lebte und arbeitete er im stimmungsvollen Hemingway House, heute ein Museum. Seine Drinks nahm er in der nostalgischen Bar Sloppy Joe’s - wenn man der Legende glaubt. In Wahrheit verbrachte er die Nächte in Captain Tony’s Saloon. Palm Beach Der Ort an der Gold Coast ist ein Eldorado der Superreichen Amerikas. In den VIP-Lokalen fließt der Champagner, auf den Dancefloors der Clubs tanzt die Highsociety, vor den weiß geputzten Millionendollarvillen stehen Bentleys und Ferraris, als seien sie selbstverständlicher “part of the game”. Aber keine Angst, durchschnittlich bemittelte Touristen werden in dieser elitären Enklave durchaus geduldet. Das im spanisch-maurischen Stil 1923 erbaute Mar-a-Lago mit 118 Räumen können sich Normalsterbliche zwar nur von außen anschauen, bekommen aber dennoch einen Eindruck von dem märchenhaft schönen Anwesen, das Donald Trump als privaten Jetset-Club betreibt. Jederzeit herzlich willkommen ist man in dem Palast, den der legendäre Eisenbahnpionier Henry M. Flagler 1910 als Hochzeitsgeschenk für seine junge Frau erbauen ließ, denn es ist ein Museum. Die im Louis-XV-Stil eingerichteten Räume nebst Ballsaal suchen in Pomp und Prunk ihresgleichen. In der um 1920 angelegten Luxusmeile Worth Avenue findet sich alles an Geschäften, was Rang und Namen hat. Pensacola Die von Spaniern gegründete Siedlung ist nach St. Augustine die zweitälteste Stadt der USA. Um makellose Attraktivität bemüht, renovierten die Stadtväter die historischen Viertel aufs Schönste. Dem Pensacola Beach schließen sich die herrlichen Strände der Gulf Islands National Sea Shore an. Das Zentrum bildet der unter Denkmalschutz gestellte Seville Historic District mit prächtigen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, was das Freilichtmuseum Historic Pensacola Village stolz demonstriert. In einer Kirche von 1832 ist das Pensacola Historic Museum beheimatet, das die Besitztümer wohlhabender Siedler - von indianischen Töpferwaren bis hin zu kostbaren Glasutensilien - zeigt. Touristenattraktion Nr. 1 sind jedoch die verwegenen Flugzeugkapriolen der Blue Angels. Die Pilotengruppe gehört zur US Naval Air Station, einer der größten Marinefliegerstationen der Welt. Eigene Höhenflüge erlebt man im National Museum of Naval Aviation, denn neben alten und modernen Flugzeugtypen zeigt das Museum auf einer Imax-Leinwand den 3-D-Film "Magic of Flight". St. Augustine Die älteste Kleinstadt der USA hat sich den Charme einer ehemaligen spanischen Kolonie bewahrt. Detailgetreu restaurierte Gebäude säumen die idyllischen Gassen des Spanish Quarter, Kostümierte spielen das Leben des Ortes vor über 400 Jahren nach. St. Augustine lädt zudem mit herrlichen Stränden zum Sonnen und Baden ein. Das zwischen 1672 und 1695 von den Spaniern erbaute Castillo de San Marcos verdankt seine Langlebigkeit den 4 m dicken Basismauern aus Muschelkalk. Von den Festungsmauern hat man einen schönen Blick auf die Stadt, das Innere der Burg und sein angeschlossenes Museum sind weniger spektakulär. Ganz anders die Exponate im Lightner Museum, einem ehemaligen Luxushotel von 1888: Die Nachbildung eines viktorianischen Dorfes, eine Sammlung antiker Möbel, historischer Kostüme und orientalischer Kunst sind wirklich sehenswert. Auch das Flagler College war einmal ein edles Hotel; es präsentiert sich in reicher Terrakottaornamentik und mit arkadenumsäumtem Innenhof. St. Petersburg Sun and fun gehören zum Tagesprogramm des Erholungsortes mit angeblich 361 Sonnentagen im Jahr. Die gut 20 km breite Halbinsel von St. Petersburg ist mit zahlreichen Hotels und einem großen Freizeitangebot touristisch bestens erschlossen. Aber nicht nur die glitzernden Sandstrände locken Touristenbataillone an, die Metropole glänzt auch mit schillernden Kultur-Highlights. Das Salvador Dalí Museum verdankt seine beeindruckende Sammlung dem Industriellenpaar Morse, das den Künstler rund 40 Jahre lang unterstützte und ca. 1400 seiner Werke kaufte. Mit 95 Ölgemälden, 1300 Grafiken, 100 Aquarellen und zahlreichen Skulpturen besitzt das Museum die weltweit größte Dalí-Sammlung. Am 700 m langen Pier laden Boutiquen, Imbissstände, Restaurants und ein kleines Aquarium zum Bummeln, Genießen und Staunen ein. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Don Cesar Beach Resort, ein unter Denkmalschutz gestelltes Palasthotel im wunderbar kitschigen Zuckerbäckerstil von 1928. Walt Disney World Vorhang auf für Mickey Mouse! Neben vier riesigen Themenparks in einem insgesamt 110 Quadratkilometer großen Vergnügungsareal erwartet den Besucher eine perfekte Infrastruktur mit Hotels, Restaurants, Geschäften,Wasserparks und Sportresorts. Der Magic-Kingdom-Park entführt in märchenhafte Welten, so z. B. im Cinderella Castle oder im Tomorrowland mit Sciencefiction-Abenteuern. In der utopischen Kulisse des Epcot Center darf man in der Spaceship World durch die Geschichte der Kommunikation rasen, auf Tauchexpedition gehen oder beim Autorennen auf dem Test Track Kopf und Kragen riskieren. Im Animal Kingdom streunen Tiger durch den Dschungel, Giraffen und Elefanten durch Savannen, und so mancher Besucher glaubt, tatsächlich in Südamerika oder Afrika zu sein. In den Disney-MGM Studios dreht sich alles um den Film. In atemberaubenden Filmkulissen können Besucher auf Tuchfühlung mit dem weißen Hai gehen, Marilyn Monroe unter den Rock schauen oder im Jurassic Park das Fürchten lernen. |
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