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Der Tourismus in Kroatien, speziell an der Adriaküste und auf den vorgelagerten Inseln, hat eine lange Tradition. Kein Wunder bei den endlosen Buchten mit kristallklarem Wasser und den hübschen Küstenorten mit ihren einladenden mittelalterlichen Zentren.
Die "Königin" unter ihnen ist die geschäftige Hafenstadt Dubrovnik. Hinter ihrem einzigartigen Befestigungsring verbirgt sich eine bezaubernde Altstadt, die zum Bummeln und Genießen in kleine Restaurants einlädt. Aus der Antike blieben eine Reihe imposanter Kostbarkeiten wie das Amphitheater in Pula, die Euphrasius-Basilika von Porec oder Splits Diokletians-Palast erhalten. Unzählige weitere Zeugnisse hat die mittel-, osteuropäische und mediterrane Kultur über Jahrtausende hier hinterlassen. Aber es ist nicht nur die Kombination von Baden und Besichtigung, die den Reiz Kroatiens als Reiseziel ausmacht. Die einzigartige Vielfalt der Naturlandschaften, wie die der Plitwitzer Seen oder der Insel Hvar, hat die Kroaten in ihrer Nationalhymne dazu bewegt, ihr Land als "das schönste der Welt" zu bezeichnen. Machen Sie sich selbst ein Bild! Dubrovnik Sie gilt als die "Königin der Adria", die historische Seehandelsstadt mit ihrer zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden mittelalterlichen Befestigungsanlage. Um einen Gesamteindruck von dem auf einer Halbinsel gelegenen alten Ragusa zu bekommen, empfiehlt sich ein Rundgang auf der Stadtmauer (Gradske zidine, ca. 2 km). Von hier aus hat man einen einmaligen Blick über die zwischen dem 12. und 17. Jh. entstandene Altstadt, in der sich eine Sehenswürdigkeit an die andere reiht, wie der Rektorenpalast (Knezev dvor), das Franziskanerkloster (Mala braca) oder das Dominikanerkloster (Bijeli fratri), die Kunstschätze von Weltrang beherbergen. Und als Wahrzeichen der Stadt überragt der Minceta-Turm das einzigartige Ensemble. Nur zwei Tore, das Pile vrata und das Ploce vrata, führen in die autofreie Altstadt, ein geschlossenes Renaissance- und Barock-Ensemble mit malerischen Gassen und mediterranem Flair. Abends tifft man sich auf den Flaniermeilen Stradun (auch Placa genannt), Od Puca und Prijeko zum Ausgehen und zum Sehen und Gesehen werden. Bade- und Naturfreunde versammeln sich vor den Toren der Stadt, auf der Insel Lokrum. Split Auf den ersten Blick ist sie nicht unbedingt eine Schönheit, die zweitgrößte Stadt Kroatiens mit ihren Industrie- und Hafenanlagen. Umso mehr überrascht sie mit ihrem historischem Zentrum an der Bucht von Split. Es war der römische Kaiser Diokletian (284-305), der sich bei dem damaligen Salona einen Altersruhesitz der besonderen Art bauen ließ: Sein über 30000 qm großer Palastkomplex (Dioclecijanova palaca) gilt als eines der imposantesten Zeugnisse aus der Römerzeit. Umgeben ist er von einer noch recht gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit drei belebten Plätzen, dem Narodni trg, dem Trg Brace Radic und dem Trg republike. Vor dieser römisch-mittelalterlichen Kulisse lässt es sich auf der palmenbestandenen und von Geschäften und Straßencafés gesäumten Uferpromenade ausgiebig bummeln. Außerhalb der Altstadt sind besonders die zwei Archäologischen Museen sowie die Galerija Mestrovic und das Mestrovic-Kastelet mit Werken des modernen kroatischen Bildhauers Anziehungspunkte. Westlich der Altstadt, auf einer Halbinsel, erstreckt sich die grüne Lunge der Stadt, der 180 Meter hohe Hügel Marjan, wo man von einem Terrassencafé aus einen wunderbaren Panoramablick genießen kann. Pula Am Anfang waren die Illyrer, unter den Römern ging es steil bergauf, unter den Venzianern steil bergab, unter den Österreichern wieder aufwärts, unter den Italienern wieder abwärts. Pula, heute die größte Stadt und der wichtigste Hafen Istriens, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. An der Südspitze der Halbinsel in einer geschützten Bucht zwischen grünen Hügeln gelegen, ist heute das historische Zentrum fest in Touristenhand. Hauptanziehungspunkt und Wahrzeichen Pulas ist das gut erhaltene Amphitheater etwas außerhalb der Altstadt, in dem unter Kaiser Vespasian die Römer Brot und Spiele bekamen. Heute kämpfen hier in den Sommermonaten Opern-, Theater-, Rock- und Filmstars um Anerkennung. Auch innerhalb der (autofreien) Altstadt, die sich um das venezianische Kastell schart, trifft man überall auf römische Hinterlassenschaften, sei es der Augustustempel am Trg Republike, dem früheren Forum, der Triumphbogen der Sergier, das Herkulestor oder das Doppeltor Porta Gemina. Hinter dem Tor präsentiert das Archälogische Museum sehenswerte Funde aus dem antiken und frühmittelalterlichen Istrien. Porec Nirgendwo in Istrien gibt es solche eine Ansammlung an Kulturdenkmälern wie in Porec, nirgendwo so ein großes Unterkunfts-, Bade- und Freizeitangebot wie an seiner "Riviera". Trotz des Touristenrummels, dessen Anfänge bis in das frühe 20. Jh. zurückreichen, hat sich die auf einer Landzunge gelegene Altstadt mit römischer Vergangenheit aber ihren Charme bewahren können. Das Highlight unter den antiken und mittelalterlichen Schätzen ist hier die byzantinische Bazilika Eufrazijana (6. Jh.) mit ihren wundervollen Mosaiken, die sich zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen darf. Bei einem Bummel auf dem Decumanus, der Hauptflaniermeile, zum Trg Marafor, dem römischen Forum, stößt man immer wieder auf Sehenswertes, wie auf gut erhaltene romanische und gotische Wohnhäuser oder das Heimatmuseum im Palais Sincic. Unerschöpflich ist in Porec auch das Angebot an kleinen Restaurants, die sich z. B. an der Uferpromenade Obala Marsala Tita wie an einer Perlenschnur aufreihen. Nachtschwärmer kommen auf den Tanzterrassen und in den Diskotheken auf ihrer Kosten. Nach der Stadtbesichtigung laden schöne Badestrände zum Relaxen ein, die beliebtesten finden sich auf der vorgelagerten Insel Sveti Nikola. Korcula Die Stadt Korcula ist das historische Zentrum des gleichnamigen beliebten Urlaubseilands mit schönen Buchten und vorgelagerten Badeinseln wie der Klosterinsel Badija. Kein Wunder, dass der angebliche Geburtsort Marco Polos heute zahlreiche Dalmatienprospekte ziert: Das auf dem Hügel einer Halbinsel vor der Kulisse des hoch aufragenden Peljesac-Massivs thronende, planmäßig angelegte mittelalterliche Musterstädtchen fasziniert einfach aus jeder Perspektive. Der Domplatz mit der prunkvoll ausgestatten spätromanischen Kathedrale Sveti Marko ist der höchste Punkt der Stadt. Von hier fächern sich die Gassen nach unten zunehmend auf. Man trifft auf venezianische Paläste, auf Kirchen und Museen mit erlesenen Werken venezianisch-kroatischer Meister, auf ein einzigartiges Ikonenmuseum in Svi Sveti. Gute Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein. An einen Abschnitt der bewegten Geschichte Korculas, an die Kämpfe gegen die Türken im 16. Jh., erinnern heute noch die Schwerttänze Moreska und Kumapnija, ein sehenswertes Spektakel Ende Juli. Nationalpark Plitwitzer Seen (Nacionalni Park Plitvicka Jezera) Das UNESCO-Weltnaturerbe Nationalpark Plitwitzer Seen im norddalmatinischen Hinterland ist eines der schönsten Schutzgebiete Europas. Auf einem 300 qkm großen Areal liegen inmitten eines teils noch urwaldähnlichen Mischwaldes 16 türkis schimmernde Seen auf Dolomit- und Kalksinterterrassen, die durch das Flusssystem der Korana gespeist und über mehr als 90 Wasserfälle verbunden werden (bis zu 76 m Höhenunterschied). In den Wäldern und Schluchten leben noch einige bedrohte Arten wie Bär, Wolf, Wildkatze, Fischotter oder Geier. Auf einem ausgedehnten Wanderwegenetz (ca. 50 km), teils auch Lehrpfaden, kann man den Nationalpark erkunden, den größten oberen See Kozjak jezero auch per Elektroboot. Für einen längeren Aufenthalt stehen Hotels und ein Campingplatz zur Verfügung; Restaurants, Läden und Stände stellen die Versorgung sicher. Es verkehrt ein Panoramazug und auf geführten Wanderungen werden kompetente Informationen zu dem einmaligen Naturschauspiel angeboten, für das man mindestens einen Tag investieren sollte. Insel Losinj (Otok Losinj) Die "kleine Schwester" der Insel Cres ist die verwöhntere, sowohl beim Klima als auch bei der Vegetation. Die Kombination aus milder Meeresluft und Pflanzendüften zog schon im 19. Jh. Winterkurgäste nach Losinj. Heute ist der Kurbetrieb auf der Insel aber fast ganz dem Wassersport gewichen. Da die Illyrer und Römer die Verbindung nach Cres mit einem Kanal unterbrachen, führt heute eine Drehbrücke von Osor (Cres) nach Losinj. Der erste Ferienort, den man dann erreicht, ist Nerezine, Ausgangspunkt für eine Besteigung des Inselbergs Televrin, die mit einem fantastischen Rundblick belohnt wird. Der größte Ort der Insel ist trotz widersprüchlichem Namen Mali (Klein-)Losinj. Die Altstadt um den geschützten Naturhafen säumen stattliche Villen, die zur bekannten Badebucht von Cikat hin von Hotelkomplexen (auch FKK) abgelöst werden. Idyllischer geht es in Veli (Groß-)Losinj zu, das in einer tief eingeschnittenen Bucht ein malerisches Hafenbecken umrahmt und mit der Kirche Sveti Antun ein Kleinod venezianischer Malerei besitzt. Südlich von Veli Losinj findet man herrliche Wander- und Bademöglichkeiten. Insel Krk (Otok Krk) Die größte und beliebteste Insel der Kvarner Bucht ist über den internationalen Flughafen und eine Brücke zum Festland (Krcki most, 1309 m) relativ leicht erreichbar. Zwei Landschaftstypen dominieren Krk: ein felsiger, vegetationsarmer Nordosten und ein grüner, hügliger Südwesten, wo viele Kies- und Sandbuchten zum erfrischenden Bad einladen. Hier befindet sich natürlich auch das Gros der Urlaubsorte wie Njivice, Malinska, Punat oder Baska. Aber das Touristeneiland wartet nicht nur mit einem kompletten Wassersportangebot, sondern auch mit anderen Attraktionen auf: Beispielsweise findet man in Glavotok und Jurandvor bedeutende Zeugnisse der Ursprünge der kroatischen Sprache (glagolica), die Kirche Sveti Donat bei Punat ist ein herausragendes Denkmal altkroatischer Architektur, in der Stadt Krk lädt die geschlossene Altstadt mit z. T. noch erhaltener Stadtmauer und dem romanischen Dom Sveta Marija zum Bummeln ein und im spektakulär auf einem Felsen thronenden alten Vrbnik sollte man den traditionellen Inselwein Zlahtina probieren. Krk ist also mehr als Badevernügen. Insel Hvar (Otok Hvar) Im Juni verwandelt sich die lang gestreckte "Lavendelinsel" Hvar in ein lila Blütenmeer und duftet wie ein Kräuterladen – eine Mixtur aus Lavendel, Rosmarin, Salbei, Majoran und Thymian. Diese Kräuter sind auch die Ingredenzien für typische Inselprodukte. Die Komposition aus kleinen Buchten, üppiger, subtropischer Vegetation, Wein-, Obst und Gemüsegärten, Olivenhainen und Zypressen in der Ebene, Schafweiden und Macchia auf dem Gebirgsrücken und pittoresken Dörfern dazwischen macht den besonderen Reiz von Hvar aus. Urlaubshochburgen sind nur im Westen versammelt. Aber nicht nur Sonnen-Anbeter, Wassersportler und Wanderer kommen hier auf ihre Kosten, es gibt auch kulturelle Highlights: Die Stadt Hvar, überragt von der Festung Spanjola, ist ein venzianisch geprägtes Bilderbuchstädtchen mit einem der ältesten Theater Europas, in Vrboska trutzt die einmalige Festungskirche Sveta Marija und in dem Gassenlabyrinth des malerischen Stari Grad trifft man auf Renaissance- und Barockbauten, die sich Adelige, Dichter und Denker als Sommersitze bauen ließen - darunter auch der dalmatinische Dichterfürst Hektorovic. Schon damals erlagen die Besucher dem Charme der Lavendelinsel. Opatija Durch die von subtropischem Grün umgebenen Nobelherbergen des ältesten kroatischen Seebads weht noch der Atem des europäischen Hochadels. Der Name des klimatisch bevorzugt zwischen Kvarner Bucht und Ucka-Massiv gelegenen "kroatischen Nizza" geht auf eine erstmals im 15. Jh. erwähnte Benediktinerabtei (ital. Abbazia, kroat. Opatija) zurück. Populär wurde Opatija als mondänes Reiseziel aber Ende des 19. Jh., als hier bereits zahlreiche Hotels, Villen, Sommerresidenzen, Sanatorien und Bäder für die internationale Prominenz angelegt wurden. Viele dieser Prachtbauten entlang der Hauptachse Marsala Tita sind heute schön restauriert und noch in Betrieb, wie z. B. das bekannte Hotel Kvarner. Das Schmuckstück ist aber die Villa Agolina, die der Patrizier Igieno Scarpa 1844 im klassizistischen Stil errichten ließ. Deren Park mit exotischen Pflanzen bildet im Sommer eine malerische Kulisse für Freiluftkonzerte. Wer nun nicht nur in der Kulisse der Belle Époque flanieren, sondern auch baden will, der findet Richtung Süden, an der so genannten "Riviera von Opatija" (bis Moscenicka Draga), charmante Badeorte und herrliche Buchten. |
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