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Die Costa del Sol zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Welt. Jedes Jahr lockt die 400 km lange Sonnenküste mit ihren langen Sandstränden, den angenehmen Badetemperaturen und den zahlreichen Unterkunfts- und Unterhaltungsmöglichkeiten Millionen spanischer und ausländischer Touristen an.
Ob man nun das rege Strand- und Nachtleben von Almería genießt, in Tarifa, dem südlichsten Punkt Europas, die weltweit besten Windsurfbedingungen nutzt oder in Marbella den Jet-set beobachtet - für Abwechslung ist stets gesorgt. Ein Stückchen England mit Fish and Chips, Bobbies und Pubs findet man in Gibraltar. Solange sich im Upper Rock Nature Reserve die berühmten schwanzlosen Berberaffen tummeln, bleibt der Felsen der Sage nach britisch … Die Costa del Sol besitzt beides: internationale Atmosphäre und nationale Kulturgüter. Die Nähe zu Afrika zeigt sich nicht nur im Klima, sondern auch in den Bauwerken der Mauren, die rund acht Jahrhunderte die Herren über Spaniens Süden waren. Die Alcazaba von Málaga und die charakteristischen weißen Dörfer sind sichtbares Erbe jener Zeit. Alpujarras Am südlichen Ausläufer der Sierra Nevada erstreckt sich die wilde und urwüchsige Berglandschaft der Alpujarras. Die von tiefen Schluchten durchzogenen Berghänge wechseln mit schönen Tälern und weißen Dörfern, die von Gärten, Obstplantagen, Kastanien- und Eichenwäldern umgeben sind. Bis heute haben sich die Alpujarras, die jahrhundertelang zu den isoliertesten Winkeln Spaniens gehörten, ihre eigene geheimnisvolle Welt der Abgeschiedenheit und Zeitlosigkeit bewahrt. Nach Abschluss der Reconquista waren die Alpujarras das Rückzugsgebiet der Muslime, die schließlich im 16. Jh. von christlichen Siedlern völlig verdrängt wurden. Das Erbe der maurischen Vergangenheit zeigt sich in der Architektur der weißen Dörfer, dem Terrassenfeldbau und den Bewässerungsmethoden. Ein guter Ausgangspunkt für eine Fahrt durch die Alpujarras ist Lanjarón, das für sein Mineralwasser und seine Heilquellen bekannt ist. Trevélez, das höchstgelegene Dorf Spaniens (1476 m), ist berühmt für seinen vorzüglichen luftgetrockneten Bergschinken. Im kleinen, archaisch anmutenden Dorf Pampaneira findet man ein interessantes Kunsthandwerksangebot. Cabo de Gata Der an der Küste gelegene Nationalpark Cabo de Gata-Níjar umfasst ein rund 26000 ha großes Gebiet, in dem die kahle Wüstenlandschaft östlich von Almería auf das Mittelmeer stößt. Mit durchnittlich 100 mm Niederschlägen im Jahr ist das Gebiet das trockenste Europas. Schöne, kaum besuchte Strände und weite Dünen, Ehrfurcht gebietende Klippen, vulkanische Erdkrusten und aus dem Wasser emporragende Felsen prägen sich dem Betrachter ein. Während sich die eher flache Westseite des Kaps durch lange Sandstrände auszeichnet, geben sich der Süden und der Osten felsig und zerklüftet. Der südliche Küstenabschnitt ist bei Tauchern und Schnorchlern sehr beliebt. Von Retamar im Nordwesten bis Agua Amarga im Nordosten kann man das Kap entlang der Küste umwandern. Das Dorf San Miguel de Cabo de Gata an der Westseite des Kaps ist eine eigentümliche Mischung aus Ferienhäusern und altem Ortskern. Südlich davon erstrecken sich die Salinas de Cabo de Gata. Die meist besuchte Ortschaft innerhalb des Naturschutzgebiets ist der Ferien- und Hafenort San José. Gibraltar Wie ein großes Schiff erhebt sich die Felsenhalbinsel Gibraltar vor der Südspitze der Iberischen Halbinsel aus dem Meer. Sie ist seit 1704 britisches Hoheitsgebiet. Das rund 6 km2 große Gebiet besteht aus einem Felsklotz aus Kalkstein, dessen Ostseite steil abfällt und an dessen Westhang die Stadt Gibraltar liegt. Für die Griechen und Römer bildete Gibraltar zusammen mit dem Djebel Musa auf der afrikanischen Seite die Säulen des Herkules, die von dem mythischen Helden errichtet wurden, um das Ende der bekannten Welt zu markieren. Der obere Teil des Felsens umfasst das Upper Rock Nature Reserve, von dessen Aussichtsterrassen man einen herrlichen Ausblick auf das Meer und die Bucht von Algeciras genießt. Hauptattraktion und Wahrzeichen Gibraltars ist der berühmte Ape’s Den, der Affenfelsen mit den schwanzlosen Magots oder Berberaffen, die in Europa einmalig sind. Zum oberen Felsenareal gehört St Michael’s Cave, die größte Höhle im durchlöcherten Felsen von Gibraltrar, in der man schöne Stalaktiten und Stalagmiten sehen kann. Im Sommer finden darin sogar klassische Konzerte und Theateraufführungen statt. Málaga Málaga, die zweitgrößte Stadt Andalusiens und Mittelpunkt der Costa del Sol, liegt zu Füßen der Montes de Málaga inmitten einer üppigen Vega, in der Orangen, Feigen und Bananen gedeihen. Hinter der Silhouette aus Industrieanlagen und kahlen Häuserblocks eröffnet sich ein elegantes Zentrum mit weiten Boulevards, schönen Straßen und sehenswerten Bauten. Málaga ist eine quirlige Hafenstadt, in deren Altstadt es abends sehr lebhaft zugeht. Während der Ferien im August finden Stierkämpfe, Flamenco-Darbietungen und Rockkonzerte statt. Hoch über der Stadt thront die Alcazaba, der ehemalige Sitz der maurischen Könige. Besonders strahlend erscheint die Festung im Frühling, wenn die prächtigen Gartenanlagen in den Burghöfen in voller Blüte stehen. Vom Castillo de Gibralfaro bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die gesamte Meeresbucht. Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist die Kathedrale, die trotz 250-jähriger Bauzeit noch immer nicht vollendet ist. Weil der Kirche ein Turm fehlt, wird sie von den Einheimischen ”La Manquita”,”die Einarmige”, genannt. Marbella Marbella verwöhnt seine Gäste im Schutz der Sierra Blanca mit einem milden Klima und einer sandigen Küste. Entlang der Küste reihen sich touristische Siedlungen und Ferienanlagen. Als Mitte der fünfziger Jahre Prinz Alfonso von Hohenlohe den exklusiven Marbella-Club gründete, gewann die Stadt schnell den Ruf, ein Ort der Sonne, des Luxus und des internationalen Jetset zu sein. Aber Marbella hat auch eine andere Seite. Seine Individualität offenbart sich dem Besucher am besten bei einem Spaziergang durch die Straßen der charmanten Altstadt. Einer der schönsten Plätze ist die Plaza de los Naranjos, die von historischen Gebäuden, kleinen Läden, Kunstgalerien, Bars und Bistros umrahmt wird. Im Frühling bietet der Platz mit seinen Bäumen und tropischen Pflanzen vor dem Hintergrund weißer Häuser und blauen Himmels ein farbenprächtiges Szenario. Wahrzeichen Marbellas ist der hochmoderne Sporthafen Puerto Banús, in dem Segelboote und Jachten aus der ganzen Welt ankern. Nerja Der viel besuchte Badeort Nerja liegt auf einem Felsvorsprung am Fuße der Sierra de Almijara, rund 50 km östlich von Málaga. Die Stadt genießt ganzjährig ein angenehmes Klima im Schatten mächtiger Berge. Viele Künstler reisten hierher, um sich von dem besonderen Licht und der klaren Luft Nerjas inspirieren zu lassen. In den gepflasterten Gassen der Innenstadt ist noch der Charme des alten maurischen Dorfes spürbar, das aufgrund seiner zahlreichen Quellen und Brunnen Narixa (wasserreiche Quelle) genannt wurde. In der grünen Umgebung gedeihen exotische Früchte wie Kiwis und Avocados. Hoch über dem Meer liegt auf einem Felsvorsprung die Flaniermeile und Aussichtsterrasse El Balcón de Europa, von der man einen prächtigen Panoramablick auf das Meer, die Küste und das Hinterland hat. Östlich der Stadt befinden sich die Cuevas de Nerja, eine Reihe riesiger, archäologisch interessanter Tropfsteinhöhlen. Bizarre Stalaktiten- und Stalagmitenbildungen sowie Felsmalereien, deren Alter auf 20000 Jahre geschätzt wird, kann man hier bewundern. Ronda Wegen seiner spektakulären Lage, des Reichtums an Denkmälern sowie der stimmungsvollen Atmosphäre gehört Ronda zu den Höhepunkten einer Andalusienreise. Die Stadt thront am Rande eines rund 750 m hohen Felsplateaus der Serranía de Ronda über der grandiosen, bis zu 200 m tiefen Tajo-Schlucht. Dank seiner strategischen Vorzüge bildete der Ort rund vier Jahrhunderte lang eine Grenzfeste der maurischen Könige von Granada. Überspannt wird der tiefe Abgrund des Tajo von einem kleinen Weltwunder aus Stein, dem Puente Nuevo. Der Tajo teilt Ronda in zwei Hälften: An der Südspitze des Plateaus liegt die maurische Altstadt La Ciudad mit ihren schmalen Gassen und weiß gekalten Häusern. Auf der anderen Seite der Schlucht dehnt sich die Neustadt El Mercadillo aus, die nach der Reconquista von den Katholischen Königen gegründet wurde. Rondas Plaza de Toros ist die älteste und vielleicht schönste Stierkampfarena Spaniens. Granada Vor der Kulisse der schneebedeckten Sierra Nevada erstreckt sich Granada im grünen Tal des Río Genil. Auf dem roten Hügel Sabika thront stolz die Alhambra, eine der großartigsten Schöpfungen islamischer Architektur in Europa. Der prächtige Burgsitz der Nasriden begeistert die Besucher mit seinen Marmorgängen, Prunksälen und Brunnen, vor allem aber mit zwei weltberühmten Höfen, dem Myrthen- und dem Löwenhof. Oberhalb der Alhambra liegt der Generalife, die Sommerresidenz der Nasridenkönige. Seine Palastgärten präsentieren mit ihren schönen Terrassen, Springbrunnen, Oleandersträuchern und Zypressen ein wunderbares Zusammenspiel aus Licht, Farben und Düften. Als schönste Renaissancekirche der Welt gilt die Kathedrale Santa María de la Encarnación, deren Bau 1518 nach einem gotischen Entwurf von Enrique de Egas an der Stelle der ehemaligen Hauptmoschee begonnen wurde. Diego de Siloé setzte 1528 den Bau im Stil der Renaissance fort und schuf mit dem bereits 1563 vollendeten harmonischen Werk ein Vorbild für den Kirchenbau Andalusiens. |
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