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Einer der reizvollsten Wanderwege in der Umgebung von Paphos - am Naturreservat um Kap Lára - führt durch die schmale und steile Avgas-Schlucht. Man sollte sich dafür mindestens einen halben Tag Zeit nehmen und wegen der Schwierigkeiten am Ende des Weges, der in einen Kessel mündet - angeblich finden nur Bergführer und -ziegen dort einen Ausstieg - vielleicht besser an einer geführten Wanderung teilnehmen.
Neben den modernen Großstädten gibt es kleine Dörfer, in denen noch heute alte Handwerkstechniken gepflegt werden, Stickereien, Keramiken und Webarbeiten entstehen. Doch war Zypern zu allen Zeiten Schauplatz großer Geschichte - und Zankapfel: Phönizier, Perser, Römer, Byzantiner und Kreuzfahrer gaben sich hier buchstäblich die Klinke in die Hand. Auf ihr Erbe stößt man überall. Man findet steinzeitliche Siedlungen, griechische Tempel und Theater, römische Villen mit hinreißenden Mosaiken, byzantinische Kirchen mit Ikonen und Fresken, Kreuzfahrerburgen, gotische Kirchen und venezianische Mauerwälle. Konfrontiert wird man aber auch mit der traurigen Gegenwart: Wie eine klaffende Wunde zieht sich seit 1974 die "Green Line" quer über die Insel, mitten durch ihre Hauptstadt Nikosia. Die Demarkationslinie trennt das griechische Südzypern von der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern. . Gegründet als Arsinoe, von den Griechen Ammochostos getauft, heißt Famagusta bei den Zyperntürken Gazimagusa oder umgangssprachlich einfach Magosa. Zyperns außergewöhnlichste Stadt! Nur zwei Zugänge, durch das Land- und das Seetor, erlauben die massiven, drei Kilometer langen Stadtmauern, die in venezianischer Zeit erweitert und verstärkt wurden. Dahinter duckt sich die nach der Teilung 1974 auf 20000 Einwohner geschrumpfte einstige Metropole, deren Reichtum an Kirchen einmal sprichwörtlich war: 365, für jeden Tag eine, sollen es früher gewesen sein. Gut zwei Dutzend haben überdauert. Viele der früheren Gotteshäuser dienen heute einem anderen Zweck, wie die Nestorianer-Kirche, jetzt Festsaal der Universität, oder wurden zu Moscheen umgewidmet, wie die Kathedrale Sankt Nikolaus im Zentrum. Dem gotischen Bau, einer Krönungskirche der Lusignans, wurde nach der türkischen Eroberung 1571 ein Minarett angefügt - es “entstand“ die Lala Mustafa Pasha Camii, die Hauptmoschee Famagustas. Famagusta (Gazimagusa) Gegründet als Arsinoe, von den Griechen Ammochostos getauft, heißt Famagusta bei den Zyperntürken Gazimagusa oder umgangssprachlich einfach Magosa. Zyperns außergewöhnlichste Stadt! Nur zwei Zugänge, durch das Land- und das Seetor, erlauben die massiven, drei Kilometer langen Stadtmauern, die in venezianischer Zeit erweitert und verstärkt wurden. Dahinter duckt sich die nach der Teilung 1974 auf 20000 Einwohner geschrumpfte einstige Metropole, deren Reichtum an Kirchen einmal sprichwörtlich war: 365, für jeden Tag eine, sollen es früher gewesen sein. Gut zwei Dutzend haben überdauert. Viele der früheren Gotteshäuser dienen heute einem anderen Zweck, wie die Nestorianer-Kirche, jetzt Festsaal der Universität, oder wurden zu Moscheen umgewidmet, wie die Kathedrale Sankt Nikolaus im Zentrum. Dem gotischen Bau, einer Krönungskirche der Lusignans, wurde nach der türkischen Eroberung 1571 ein Minarett angefügt - es “entstand“ die Lala Mustafa Pasha Camii, die Hauptmoschee Famagustas. Girne (Keryneia) An der landschaftlich bezaubernden Nordküste Zyperns legt sich der Insel schönste Stadt - nach Meinung von Zypern-Griechen und -Türken - um ihren hufeisenförmigen Hafen, über dessen Ostseite das trutzige Kastell aufragt. Vom Rundturm aus byzantinischer Zeit erreicht man die Mauerkrone und kann - bei wundervollem Rundblick - die gesamte Burg umwandern. Bis zu 38 Meter dick sind ihre Befestigungen, das kann man in dem feuchten Gang unter dem Wall hindurch zur Südwestbastion überprüfen - wie auch verschiedene Räume des Forts zu besichtigen sind. Der Kerker lässt manchen erschauern! Nach einer Verschnaufpause im Burgcafé oder in einer der vielen einladenden Tavernen und Bars an den Straßen kann man dem interessanten Schiffsmuseum oder der Archäologischen Sammlung einen Besuch abstatten, um dann zur Kirche des Erzengels Michael weiterzuschlendern, neben dem Hafen und der Burg das dritte Wahrzeichen Girnes. Der innen beinahe schmucklose Sakralbau beherbergt heute ein reizvolles Ikonenmuseum. Kaledonia Trail Der 7 km lange Kaledonia Trail, schönster der vier Naturlehrpfade des Troodos-Gebirges, führt am Krios-Flüsschen entlang vorbei an den Kaledonia-Wasserfällen bis nach Platres. Am Ausgang des Weges - an der Abzweigung zu den “Residences”, dem 1881 entstandenen Sommerpalast des Präsidenten - sollte in einem Kasten eine Broschüre ausliegen, die den Routenverlauf zeigt. Der schattige Waldweg ist gut ausgeschildert, doch beginnt die Markierung erst nach 500 m am Krios. 2 km weiter stürzt der auch im Sommer Wasser führende kleine Fluss als Kaskade talwärts. Nach der Schneeschmelze im Frühjahr ist dieses Naturschauspiel besonders reizvoll, der Weg allerdings mühsamer, weil man den Krios ein paar Mal überqueren muss. Wandert man weiter Richtung Tal, erreicht man nach etwa drei Kilometern eine Forellenzucht mit Ess-Lokal. Wer hier Rast macht, gestärkt in Platres ankommt und noch fit ist: 4 km westlich liegt der kleine Ort Foini, weithin berühmt für seine Keramiken und die Süßigkeit Loukoumi. Lefkosia/Nicosia (Nicosía/Lefkosa) Seit 1974 durchschneidet die “Green Line” Zyperns Hauptstadt. Nur am ehemaligen Hotel Ledra dürfen Besucher aus dem griechischen Süden in den Nordteil der Insel wechseln. Dies- und jenseits der Demarkationslinie breitet sich Nikosias Altstadt aus - und sie lohnt den Besuch. Auf beiden Seiten! Zu den Sehenswürdigkeiten im Südteil zählen neben der Bischofskirche des Evangelisten Johannes das Museum für Byzantinische Kunst und die Volkskundliche Sammlung. Die einzige noch geöffnete muslimische Gebetstätte ist die Ömeriye-Moschee, von deren Minarett sich ein herrlicher Rundblick erschließt. Ergebnis einer historisierenden Stadtsanierung ist das Viertel Laiki Geitonia mit seinen Neubauten im Stil der 1920er Jahre, den Straßencafés, Tavernen und Souvenirshops. Der Hauptanziehungspunkt im Nordteil ist die ehemalige Sophienkathedrale und heutige Selimiye-Moschee, ein Meisterwerk der französischen Gotik. Auch das Museum für türkische Volkskunst (Mevlevi Tekkesi) in einem ehemaligen Kloster des Derwisch-Ordens sollte man nicht versäumen. Paphos (Páfos) Paphos breitet sich rings um eine der interessantesten archäologischen Stätten Zyperns aus. Wohin man auch blickt: überall antike Steine und mittelalterliche Ruinen. Jede Grabung lässt auf eine neue Überraschung hoffen. Dabei gibt sich der Ort mit seinen klaren, einfachen Häusern und dem Fischhafen ein malerisches Gesicht. Im 95 ha großen archäologischen Park in der Unterstadt (Kato Páfos) hat man mehrere römische Villen freigelegt, deren traumhaft schöne Mosaiken (2500 m2) heute Weltkulturerbe sind. Besonders sehenswert sind das Haus des Dionysos und das Haus des Theseus. Im teilrestaurierten Odeion (Theater) am Akropolishang werden Freiluftaufführungen und Konzerte veranstaltet. Die Oberstadt (Ktima) lockt mit Museen: einem volkskundlichen, einem archäologischen und einem byzantinischen. Authentische Erzeugnisse der traditionellen Volkskunst kann man im Handicraft Centre (Leoforos Apostolou Pavlou 66) erstehen. Die herrliche Landschaft der Westküste birgt weitere herausragende Sehenswürdigkeiten, so den Tempel der Aphrodite im 14 km entfernten Dorf Palea Paphos/Kouklia und gar die Geburtsstätte der Liebesgöttin Aphrodite, den Felsen Petra tou Romiou, wo die “Schaumgeborene” den Wellen entstieg ... St. Hilarion (Agiou Ilarionos) Die bekannteste der drei Festungen des Kyrenia-Gebirges erreicht man am besten auf einem Tagesausflug von Nikosia aus. Malerisch thront die romantische Trutzburg am Ausgang eines kleinen Hochplateaus auf einem steilen Kalkfelsen. Einst hatten Mönche hier ein Kloster gegründet, das dem hl. Hilarion geweiht war. Im 11. Jahrhundert erweiterten es die Byzantiner zur Festung. Das französische Adelsgeschlecht der Lusignans, seit 1192 die Besitzer Zyperns, gestalteten diese zu ihrer Sommerresidenz um. Obwohl das militärisch veraltete Fort unter den neuen Herren, den Venezianern, geschleift wurde, sind doch wesentliche Teile erhalten geblieben. Der Komplex setzt sich aus der Vorburg mit den Stallungen, der Unter- und der Oberburg zusammen. Im Innenhof der Unterburg steht eine eingestürzte byzantinische Kuppelkirche. Vom “Königsfenster” in der Oberburg hat man einen herrlichen Ausblick, bei klarer Sicht reicht er bis zum Taurusgebirge in der Türkei. Troodos-Gebirge Ausläufer des mächtigen Gebirgszuges der Troodos reichen bis tief in den Westen Zyperns. Schon immer boten seine schattigen, sich über viele Kilometer erstreckenden Kiefernwälder im Sommer Erholung und Erfrischung. Sanfte Hügel und steile Hänge, enge Täler und tief eingeschnittene Schluchten bieten viel Abwechslung. Auf vier bequemen und gut markierten Naturlehrpfaden lassen sich die Schönheiten des Troodos unmittelbar erleben. Wer seinen Winterurlaub auf Zypern verbringt, kann hier - nur eine halbe Stunde von der Küste entfernt - Ski fahren. Zu allen Zeiten war der Troodos auch Refugium für Verfolgte. So flohen die in den Zeiten der Fremdherrschaft unterdrückten griechisch-orthodoxen Christen in die Berge. Sie errichteten Kirchen und Klöster, deren Ikonen und Wandmalereien vielfach (fast) unberührt erhalten geblieben sind. Neun byzantinische Kirchen hat die UNESCO als Weltkulturerbe gewürdigt, ihr Freskenschmuck in heute noch glühenden Farben geht bis in das 11. Jahrhundert zurück. Larnaca Die zwei Welten von Larnaca liegen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Auf der einen Seite herrscht die Hektik der Moderne - große Einkaufsboulevards, Hotelburgen und der Flughafen, der erste Berührungspunkt der meisten Zypernreisenden mit der Insel; andererseits vermitteln das alte Türkenviertel rund um die Moschee und die verwinkelte Altstadt mehr als nur einen Hauch von Orient und Tradition. Kilometerlange Strände ziehen Einheimische und Touristen an; die mondäne Uferstraße verbindet das Meer mit der Stadt. Hier feiern die Bewohner Larnacas auch alljährlich zu Pfingsten den Kataklysmos, ein riesiges, buntes Volksfest zum Gedenken an die Rettung der Menschheit vor der Sintflut. Stolz thront das Hafenkastell an der Uferpromenade, dessen Museum allerlei Aufschluss über Vergangenes gibt. Wer mehr über die Kultur des Landes erfahren möchte, besucht das private Pierides-Museum mit seiner einzigartigen Sammlung alter Kunstschätze. Da ist die Antike plötzlich ganz gegenwärtig. Lemesos Die quirlige Stadt an der Südküste (deutscher Name: Limassol) besticht vor allem durch die Lebensfreude, die ihre Bewohner ausstrahlen. Idylle sucht man hier vergebens, doch das frühere Türkenviertel und die griechische Markthalle bilden Oasen in der von Neubauten und Handel geprägten Stadt. Endlose Strände, edle Hotels und ein abwechslungsreiches Nachtleben locken ein buntes Publikum an. Synonym für zypriotische Ausgelassenheit ist das alljährlich im Stadtpark stattfindende Weinfest der in Lemesos ansässigen Weinkellereien. Ein anderer Höhepunkt des Jahres ist der Karneval, den die Venezianer mitbrachten - er wird von den Bewohnern der Stadt begeistert gefeiert. Nicht nur wegen der wunderbaren Aussicht auf die Altstadt und den Hafen sollte man die mächtige Zitadelle besuchen. Gebaut wurde sie auf den Trümmern einer byzantinischen Festung, in deren Kapelle Richard Löwenherz Berengaria heiratete. Es folgte eine lange und turbulente Geschichte; seit der Teilung Zyperns ist hier das früher in Nicosia beheimatete Museum des Mittelalters eingerichtet. |
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