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Pisa mit dem berühmtesten Campanile der Welt, Florenz, der Inbegriff großartiger Bau- und Museumskunst, oder die liebenswerte Stadt Lucca mit ihrem mittelalterlichen Flair - die Toskana ist das perfekte Ziel für Kunstreisende. Und für Genussmenschen, denn ihre feine Küche und die Landschaft von den Marmorbergen des Nordens bis in die weichen Hügel der Crete bei Montalcino verwöhnen alle Sinne.
Ob in Siena, Florenz, Pisa oder San Gimignano: Die unermesslichen Kunstschätze in Museen und Kirchen, in Stadtpalästen und Villen, gebaut nach den Plänen genialer Meister der Renaissance, fordern Ausdauer. Gleichermaßen die Weindegustationen auf den Gütern des Chianti, wo auch Wanderer und Familien sich wohlfühlen. Mit unkonventioneller, fantastischer Kunst setzt der Tarot-Skulpturenpark der Künstlerin Niki de Saint-Phalle bei Capalbio zeitgenössische Akzente, und zwar ganz nahe denbeliebten Stränden von Grosseto. Bis zum noblen Forte dei Marmi ziehen sich die bunten Liegestuhlreihen. Und ihr Publikum hat Spaß an trendigen Shops und coolen Bars in den Badeorten. Arezzo Arezzo, im Osten der Toskana auf einem sanften Hügel in der Valdichiana, dem fruchtbarsten Gebiet der Toskana, gelegen, ist dank einer reizvollen Mischung aus historischen Bauwerken und moderner Urbanität eine charaktervolle, lebendige Stadt. Bereits bei den Etruskern hatte Arezzo eine besondere Bedeutung. Seine in zahlreichen Gebäuden noch heute sichtbare Blütezeit erlebte es im 12. bis 14. Jh., als es eine freie Stadtrepublik war. Der Corso Italia und die Piazza Grande, die von mittelalterlichen Palazzi gesäumt sind, eignen sich ausgezeichnet zum Bummeln und Flanieren. Die Kirche San Francesco ist weltberühmt wegen ihrer Fresken von Piero della Francesca, in denen er u. a. die erste Nachtszene in der Malerei hervorbrachte. Auch der Künstler Giorgio Vasari - er lebte im 16. Jh. - stammt aus Arezzo. In der Casa Vasari berichtet nicht nur ein Museum vom Leben des Begründers der modernen Kunstgeschichte, der Maler selbst gestaltete die Wände im ersten Stock des Gebäudes. Chianti-Land Der Chianti Classico, angebaut zwischen Florenz und Siena, ist der bekannteste Rotwein Italiens, und das Chianti-Land wird daher meist anhand seiner Weine beschrieben. Die Region zwischen Florenz und Siena hat aber auch landschaftlich viel zu bieten. Hier findet man die Toskana aus dem Bilderbuch mit ihren einsamen Gehöften und Castelli, umgeben von dunklen Zypressen, Weinbergen und Olivenbäumen. Wo keine Landwirtschaft betrieben wird, sind die sanften Hügel bedeckt von dichtem Wald oder duftender Macchia. Der Reiz der Landschaft, die herausragende Küche und der Charme der kleinen Städte vereinen sich zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Piazza von Greve in Chianti ist von tiefen Arkadengängen gerahmt. Radda in Chianti bietet ein faszinierendes, gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild und ist von einer von Türmen gekrönten Mauer umgeben. In der Nähe von Panzano steht die Kirche Pieve San Leolino. Ihr romanischer Säulengang beeindruckt durch seine harmonische Ästhetik. Elba Die Insel Elba ist deshalb so beliebt, weil sie dem Urlauber abwechslungsreiche Aktivitäten ermöglicht. Badeorte mit feinen Sandstränden und einem reichen Wassersportangebot findet man ebenso wie kleine, stille Bergdörfer, die sich an die Hänge der gebirgigen Insel schmiegen. Macchia in den tieferen Regionen, kühle Eichenwälder und schließlich schroffer Stein - mehrere Klima- und Vegetationszonen sind hier auf engstem Raum verbunden. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt um die Steilküste im Westen unter dem höchsten Gipfel der Insel, dem Monte Capanne (1018 m). Portoferraio, die Hauptstadt der Insel, präsentiert sich mit einer ansprechenden Hafenpromenade. Zur Besichtigung offen steht die Sommerresidenz des verbannten Napoleon, die Villa San Martino. Einer der schönsten Orte ist Capoliveri, in dessen alten, gepflasterten Gassen man zwischen gepflegten, blumenbepflanzten Häuschen die Zeit vergessen kann. Etruskische Riviera Die Etruskische Riviera zwischen Livorno und Piombino gehört zu den schönsten Küstenabschnitten Italiens. In Punta Ala haben sich die Luxushotels den attraktivsten Platz ausgesucht. Die Landzunge, auf der das Städtchen mit seinen zauberhaften Sandstränden und Badebuchten liegt, ragt weit ins Meer hinaus. Der Ort selbst bietet vor allem zahlreiche Möglichkeiten, Sport zu treiben. Nördlich von Punta Ala bestimmen Pinienwälder und kleinere Buchten die Küste, südlich, in der Maremma, gibt es ausgedehnte Sandstrände. Im einstigen Kernland der Etrusker sind direkt am Meer die Überreste von Populonia zu besichtigen. In der einst florierenden Hafenstadt wurde auch Eisen verarbeitet. Trotz des sich ausbreitenden Strandtourismus hat die Natur an der Küste noch ein kleines Stück für sich behalten. Der Parco Naturale dell’Uccellina ist nur begrenzt zugänglich und bietet dem Besucher neben unberührter Mittelmeervegetation und einer vielfältigen Tierwelt wunderschöne Ausblicke über die Küste. Florenz Fasziniert und andächtig sprechen die einen von Florenz, verwirrend durch die märchenhafte Schönheit, die fast unwirklich und somit kaum fassbar scheint, wirkt sie auf andere Besucher. Doch Einigkeit herrscht über die außergewöhnliche Anziehungskraft der toskanischen Hauptstadt, eine Kunststadt von Weltrang, gekrönt von unzähligen architektonischen Meisterwerken. Überirdisch anmutende Perfektion zeichnen den Dom Santa Maria del Fiore, außen mit buntem Marmor verkleidet, innen gotisch karg, und das Baptisterium mit seinen vergoldeten Bronzeportalen aus. Auch der Campanile gehört zu den schönsten seiner Art in dem an Glockentürmen nicht armen Italien. Einer Trutzburg ähnelt der Palazzo Vecchio auf der Piazza della Signoria, in dem die Geschäfte der Stadt verwaltet werden. Auch die Uffizien, die einst im Auftrag der mächtigen Familie Medici erbaut wurden, waren ursprünglich Verwaltungsgebäude. Heute zählen sie zu den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt. Hier hängen Botticellis "Geburt der Venus" und Michelangelos "Heilige Familie". Viel gerühmt und noch mehr fotografiert ist der legendäre Ponte Vecchio über den Arno, der bis heute den Gold- und Silberschmieden vorbehalten ist. Es gibt aber auch das Florenz der engen, verwinkelten Gassen, der romantischen Ecken mit kleinen Bars, die nach einem ausgiebigen Bummel durch zahllose elegante Geschäfte zu einem Cappuccino einladen. Lucca Luccas Lage in einer von Hügeln umgebenen Ebene ist sehr reizvoll. Das kleine historische Zentrum wird von einer gewaltigen Stadtmauer mit sieben Toren umschlossen. Außer guten Einkaufsmöglichkeiten und der beschwingten Eleganz ihrer Palazzi bietet die Geburtsstadt Puccinis reichlich Musikalisches. Lucca empfängt den Besucher mit einigen interessanten Kirchen, allen voran der Dom San Martino, der nicht nur eine mit fantasievollen Säulen verzierte Fassade aufweist, sondern auch das Grabmal der Ilaria del Caretto von Jacopo della Quercia enthält, eines der bedeutendsten bildhauerischen Werke Italiens. An der Kirche Santa Reparata ist vor allem spannend, was darunter liegt: Bei Ausgrabungen unter dem Kirchenboden fand man nicht nur Überreste römischer Thermen und einer frühchristlichen Basilika, sondern auch die der Baustelle aus dem 12. Jh. samt Ziegelbrennerei. San Frediano macht mit einem stolzen Turm auf sich aufmerksam, viel schöner ist aber das Himmelfahrtsmosaik an der Kirchenfassade. Siena Seit Sienas Blütezeit im 13. und 14. Jh. ist zwar viel Zeit vergangen, dennoch scheint in der Stadt auf den drei Hügeln alles beim Alten geblieben zu sein: Wie damals ist Siena mit seinen rotbraunen Backsteinpalazzi ein Ort des Handels, der Banken und der Wissenschaft. Dass die Altstadt bereits seit über 40 Jahren autofrei ist, hat viel dazu beigetragen, dass sie sich ihr lebendiges, gelassenes Flair erhalten konnte. Berühmt ist Siena dank seiner Piazza del Campo. Ihre einzigartige Muschelform und die sie säumenden gotischen Palazzi machen sie zum schönsten Platz Italiens. Zweimal im Jahr - Anfang Juli und Mitte August - wird er zur Arena eines traditionellen Pferderennens, des Palio. An der tiefsten Stelle bildet der Palazzo Pubblico, das Rathaus mit seinen Triforenfenstern, den Abschluss der Piazza. Ein eigenwilliges Ensemble ergeben der prächtige Dom aus dem 13/14. Jh. und die ersten Bauabschnitte des unvollendeten Neuen Doms, dem der 89 m lange Dom im 14. Jh. als Querschiff hätte einverleibt werden sollen. Volterra Volterra, auf einem kargen Hügelrücken in exponierter Lage gelegen, ist mit seinen Häusern aus dunklem Stein von einer herben Schönheit. Die antike Kunst der Alabasterverarbeitung hat hier seit der Wiederaufnahme im 18. Jh. eine neue Blüte erreicht. Einige der wenigen Alabastergruben Europas liegen bei Volterra. Viele Betriebe stehen Besuchern offen, und man kann zuschauen, wie das Material bearbeitet wird. Schon die Etrusker und Römer wussten um den strategischen Wert der Stadt, umso reicher ist ihr Erbe heute. Das Museo Etrusco Guarnacci besitzt über 600 Graburnen und Sarkophage - eine der bedeutendsten etruskischen Sammlungen weltweit. Innerhalb des viel bestaunten mittelalterlichen Stadtkerns ist auch der romanische Dom mit der in ihrer Schlichtheit eindrucksvollen, in Holz gestalteten ”Kreuzabnahme” aus dem 13. Jh. eine Besichtigung wert. Die mächtige Festung über der Stadt erinnert an die Zeit, als Florenz in Volterra die Macht ausübte. Pisa Pisa, unweit der Arno-Mündung gelegen, war schon immer eine selbstbewusste Stadt, die im Mittelalter im westlichen Mittelmeer eine Vorrangstellung als Seemacht besaß und über lebhafte Handelsbeziehungen verfügte. Heute ist sie von besonderem Reiz für Touristen, die in erster Linie wegen eines einzigen Bauwerks herbeiströmen. Der Campanile, der Schiefe Turm von Pisa, machte die Stadt weltberühmt. Nach einer zehnjährigen Rettungsaktion ist er seit Ende 2001 wieder zugänglich. Außer dem Turm ist auf dem Campo dei Miracoli der Dom Santa Maria Assunta, der erste kreuzförmige Sakralbau Italiens, zu bestaunen. In ihm vereinen sich romanische Einflüsse Norditaliens mit solchen der islamischen Baukunst. Das dritte berühmte Bauwerk des Platzes ist das Baptisterium, ein Rundbau, der in seinem Inneren eine frei stehende, sechseckige Marmorkanzel besitzt. San Gimignano San Gimignano ist einer der schönsten mittelalterlichen Orte und eines der Glanzlichter der Toskana. Gelegen auf einem Hügel inmitten typisch toskanischer Landschaft, fasziniert es besonders durch die Silhouette der 13 Geschlechtertürme, die einst die Macht zweier Adelsgeschlechter, der Guelfen und der Ghibellinen manifestierten und der Verteidigung dienten. Einst standen hier 72 Türme. Mit 54 m am höchsten ist die Torre Grossa des Palazzo del Popolo, von dem man einen wunderschönen Ausblick genießt. Angesichts des geschlossenen mittelalterlichen Stadtbildes mit Mauerring, Steinhäusern, malerischen Piazze und dazwischen den Türmen kann man sich das Leben in einer mittelalterlichen toskanischen Stadt gut vorstellen - trotz wuchernder touristischer Infrastruktur in den beiden Hauptstraßen. Man sollte in die ruhigen Seitengassen gehen, wo die Einheimischen fast noch unter sich sind. Neben den hübschen Piazza della Cisterna und Piazza del Duomo im Zentrum sind die Pfarrkirche Collegiata Santa Maria Assunta (12. Jh.) mit zahlreichen schönen Fresken und der Palazzo del Podestà, früher Sitz des Bürgermeisters, sehenswert. Casentino Fernab vom Massentourismus finden sich hier, nördlich von Arezzo, einsame Klöster, zwischen steilen Bergkämmen die schönsten Buchen- und Tannenwälder der Region sowie bezaubernde Städtchen mit einer Menge von Sehenswürdigkeiten. Ein beliebter Ausflugsort der Wanderer und Ponyreiter ist der Nationalpark des Casentino, mit seinen Bergbächen und Wasserfällen ein atemberaubendes Naturerlebnis. Zwischen Arno- und Tibertal, am südlichsten Punkt des Parks, kann man das von Franz von Assisi errichtete Kloster La Verna und die uralte Kirche Santa Maria degli Angeli sowie die Cappella delle Stimmate besichtigen, in der der Heilige die Wundmale Christi empfing. Auch für Michelangelo-Liebhaber hält das Casentino eine Attraktion parat – den Geburtsort des großen Künstlers der Renaissance. In Caprese Michelangelo kann man sich von der guten Luft, die Michelangelo als Kind eingeatmet hat und der er sein außerordentliches Talent zuschrieb, selbst überzeugen. Kopien einiger Skulpturen und Fotografien seiner Werke sind in der Casa del Podestà ausgestellt. Crete Attraktive historische Städtchen, einsame Bauernhöfe, ehrwürdige Abteien, dunkle Zypressen und Olivenhaine im sanft gewellten Hügelland, so präsentiert sich die Provinz Siena. Den Namen Crete (Lehm) rechtfertigen die kahlen Lehmhügel und baumlosen Senken zwischen Buonconvento und Rapolano Terme. Es ist dennoch ein ideales Terrain für Wanderer und Naturliebhaber, denn entlang des Ombrone-Flusses und in den Wäldern streifen Stachelschweine, Rotwild und Füchse. Im Herbst trifft man Trüffelsammler, die sich in den feuchten Gräben auf die Suche nach den unterirdischen Köstlichkeiten begeben. Mit Zeugnissen der Etrusker-Kultur wartet der südliche Teil der Provinz auf. Schon von den Römern hoch geschätzt, sorgen Thermalbäder mit kalkhaltigem, 47°C warmen Wasser im quirligen Badeörtchen Bagno Vignoni für gesteigerte Vitalität. Hochrangige Kunstwerke der Renaissance gilt es bei dem Orden der Olivetaner in der Abbazia di Monte Oliveto Maggiore zu entdecken, der für seine herausragenden Holzschnitzereien und Buchillustrationen berühmt ist. Eine weitere Attraktion der Crete ist das historische Winzerstädtchen Montalcino, die Heimat des exklusiven Rotweins Brunello di Montalcino. |
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