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Heiße Rhythmen und von Palmen gesäumte Sandstrände - keine andere Insel hat das Gefühl "Karibik" mehr Menschen vermittelt als die Dominikanische Republik. Die Heimat des Merengue bietet ein breites Spektrum an Naturschönheiten, kulturellen Denkmälern, Sportmöglichkeiten sowie attraktivem Nightlife.
Weit verzweigte Höhlensysteme und Mangrovendickicht im Nationalpark Los Haitises, der Salzsee Lago Enriquillo und bunte Korallenbänke sind nur einige der vielfältigen Landschaftsformen auf engstem Raum. Aktivurlauber kommen an der Nord- und Ostküste angefangen von Puerto Plata, über Sosúa, Cabarete und die Halbinsel Samaná bis Punta Cana voll auf ihre Kosten: Surfen, Tauchen, Segeln, Wandern, Rafting, Paragliding, Golfen, Biking und Reiten sind hier Programm. Die schönsten Ziele für Kulturinteressierte sind die ehrwürdigen Kirchen und stolzen Paläste in der Altstadt von Santo Domingo, der ältesten spanischen Metropole in der Neuen Welt. Für seine Zigarren- und Rumproduktion ist der Karibikstaat berühmt. Santo Domingo Die älteste spanische Metropole der Neuen Welt ist mit nahezu 3 Mio. Einwohnern die politische und kulturelle Hauptstadt sowie das Wirtschaftszentrum der Dominikanischen Republik. 1496 gegründet, ist die Altstadt Santo Domingos, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, eine wahre Schatzkammer kolonialer Architektur. Die Catedral Menor de Santa María an der Südseite des Parque Colón besticht durch eine harmonisch gestaltete zweibogige Vorhalle an der Westfassade und einen feierlichen dreischiffigen Innenraum. Ihn erweiterte man nach seiner Fertigstellung (1521-1540) mit 14 Seitenkapellen, in denen kostbare Kunstgegenstände, etwa die Krone der Königin Isabella, präsentiert werden. An der Plaza España erhebt sich der Alcázar Colón, der Anfang des 16. Jhs. die Residenz des spanischen Vizekönigs war. Von hier aus traten zahlreiche Abenteurer ihre Eroberungszüge auf dem amerikanischen Festland an. Der Geschichte der Insel und ihrer indigenen, afrikanischen und europäischen Wurzeln widmet sich das sehenswerte Museo del Hombre Dominicano. Halbinsel Samaná (Península de Samaná) Karibik wie im Reiseprospekt: kleine abgelegene Inseln, bunte Korallenriffe mit einer kaum zu erfassenden Arten- und Formenvielfalt, im Wind wiegende Kokospalmen, romantische Wasserfälle, Tauchmöglichkeiten zu alten spanischen Wracks, lange Spaziergänge an einsamen weißen Sandstränden. Nirgends verspürt man karibisches Flair so intensiv wie auf der Halbinsel Samaná im Nordosten der Dominikanischen Republik. Touristische Zentren sind neben Sánchez mit einem kleinen Hafen und Holzhäuschen im viktorianischen Stil Las Terrenas an der Nordküste sowie Santa Barbara de Samaná im Süden an der gleichnamigen Bucht. Bummeln am attraktiven Malecón, ausgedehnte Cafébesuche und Bootsausflüge zum Cayo Levantado - weltberühmt durch die Bacardi-Reklame - sind in Santa Barbara die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Absolutes Highlight von Januar bis März sind die von zahlreichen Agenturen angebotenen Whale-Watching-Touren, wenn sich in den warmen Gewässern der Bahía de Samaná bis zu 3000 Buckelwale zur Paarung versammeln. Nationalpark Los Haitises (Parque Nacional Los Haitises) "Gebirgiges Land" nannten die Taínos, die Ureinwohner Hispaniolas, das unwegsame Gebiet zwischen der Bahía de Samaná und der Cordillera Oriental, das als Parque Nacional Los Haitises besonders geschützt ist. Die Erosion schuf hier aus dem Kalkstein eine der geologisch interessantesten Landschaftsformen der Karibik: eine ausgeprägte, üppig bewachsene Karstlandschaft mit weit verzweigten Höhlensystemen, Einsturzkratern (Dolinen) und imposanten Steintürmen (Mogotes), die zum Teil als Inseln (Cayos) vor der Küste in Erscheinung treten. In den ausgedehnten Mangrovengürteln sowie im tropischen Regenwald im Landesinneren können Naturliebhaber unter den ca. 120 verschiedenen Vogelarten auch das Leben des Palmenschwätzers, des dominikanischen Nationalvogels, studieren. Die fantastische Urlandschaft, verbunden mit ihren religiösen Vorstellungen, bildeten bereits um 2000 v. Chr. die Siboneyes und später die Taínos in zahlreichen Höhlenbildern ab, auf denen Wale, Fische und Insekten sowie ein Schamane (Behique) zu sehen sind. Lago Enriquillo Ein Naturschauspiel besonderer Art ist der 42 km lange und annähernd 40 m unter dem Meeresspiegel liegende Lago Enriquillo, Teil eines ehemaligen Meeresarmes, dessen Salzgehalt aufgrund der hohen Verdunstung bei Temperaturen bis zu 50 °C dreimal so hoch ist wie der des Karibischen Meers. Inmitten des Sees überrascht der Parque Nacional Isla Cabritos mit einer für die Region ungewöhnlichen Halbwüsten- und Dornstrauchvegetation. Mit Glück lassen sich auf dieser "Ziegeninsel" in den frühen Morgenstunden neben Schildkröten, Flamingos und Nashornleguanen auch die vom Aussterben bedrohten Spitzkrokodile beobachten. Erfrischung und Entspannung versprechen die schwefelhaltigen Quellbecken des Balneario Las Barias in La Descubierta inmitten eines lieblichen Eichenwaldes. Ebenfalls am Nordufer des Sees befindet sich bei Postrer Río eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Hispaniolas: das Felsheiligtum Las Caritas mit Petroglyphen, die unter anderem kleine Gesichter ohne Ohren darstellen. Sosúa Ungezählte Souvenirläden, Tauchschulen, Reiseagenturen, Diskos, Cafés und Bars kennzeichnen Sosúa, mit mehr als 100 Pensionen und Hotels das touristische Zentrum der Nordküste der Insel. 1940 von jüdischen Immigranten auf Einladung des Diktators Trujillo gegründet, siedelten sich in der Folgezeit viele Europäer unterschiedlichster Nationen, insbesondere Deutsche, an und entwickelten in Sosúa eine eigene, multikulturelle Gesellschaft. Ein etwa 1 km langer Sandstrand trennt die beiden Stadtteile voneinander: das karibisch geprägte Los Charamicos, das an einem Hang angelegt und überwiegend von Dominikanern bewohnt ist, und El Batey. Hier, im Umkreis der europäisch wirkenden Calle Pedro Chisante, ist man ganz auf das einträgliche Geschäft mit den Touristen eingestellt. Eine Synagoge und ein historisches Museum als Zeugen der jüdischen Vergangenheit finden sich in diesem Stadtteil in der Calle Dr. Alejo Martínez. In unmittelbarer Nähe des Orts können Badefreunde an mehreren kleinen Stränden, beispielsweise Playita und Playa Chiquita, das Meer genießen. Puerto Plata Die Geschicke des "Silberhafen" genannten Ankerplatzes zu Füßen des Hausberges Pico Isabel de Torres sind von einem ständigen Wechsel von Aufschwung und Verfall gekennzeichnet: Nach einer ersten Blüte im 16. Jh. durch den Handel mit Viehhäuten erlebte der Ort als Exporthafen für Tabak, Zucker, Kaffee und Rum während des 18. und 19. Jhs. seine Glanzzeit. Nach einem erneuten Niedergang entdeckte in den 1980er Jahren der Tourismus das liebliche Stadtzentrum mit zahlreichen Holzhäusern. Majestätisch beherrscht die Fortaleza San Felipe (Mitte 16. Jh.) am westlichen Ende des Malecón die Hafeneinfahrt, die im Auftrag Karls V. zum Schutz vor Piratenüberfällen errichtet wurde. Vorzüglich restauriert, beherbergt sie in ihren Innenräumen ein sehenswertes Waffenmuseum. Unweit der beschaulichen Plaza Central, in der Calle Duarte 61, fasziniert das Museo del Ambar mit einer großen Kollektion von Bernstein, zu der auch Exemplare mit Einschlüssen von bis zu 60 Mio. Jahre alten Blättern, Eidechsen und Insekten gehören. Santiago de los Caballeros "In Santiago wird das Geld verdient, das man in Santo Domingo ausgibt". Nichts charakterisiert besser die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt im fruchtbaren Tal des Río Cibao als diese Redensart. Insbesondere Rum und Tabak, daneben auch Bananen, Zucker, Kaffee und Reis verhalfen der Handelsmetropole zu Wohlstand und Blüte. Unübersehbares Wahrzeichen Santiagos ist die meist nur kurz "El Monumento" genannte 67 m hohe Säule am Ende der Calle del Sol, die vom größenwahnsinnigen Diktator Trujillo (1930-1961) zum Gedenken der Helden des Restaurationskrieges 1865 in Auftrag gegeben wurde. Die Geschichte des Tabakanbaus und seiner industriellen sowie kunstvollen manuellen Weiterverarbeitung dokumentiert anschaulich das Museo del Tabaco im Stadtzentrum. Mit einer umfangreichen Sammlung von reich gestalteten Masken und Kostümen widmet sich das Museo de Arte Folklórico Tomás Morel in der Calle Restauración y López dem in der Dominikanischen Republik enthusiastisch gefeierten Karneval. Jarabacoa Ein angenehmes, frühlingshaftes Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten zeichnet das auf 530 m inmitten lieblicher Pinienwälder gelegene Jarabacoa aus. Zahlreiche Rafting-, Wander- und Ausflugsmöglichkeiten erschließen dem Naturliebhaber und Erholung Suchenden diesen Alpes Dominicanos genannten Teil der Cordillera Central. Nur 2 km außerhalb des kleinen Orts lädt das natürlich geschaffene Balneario La Confluencia am Zusammenfluss von Río Jimenoa und Río Yaque del Norte zum Baden und Entspannen ein. Zu Fuß oder mit dem Pferd sind die etwa 20 m hohen Wasserfälle Saltos de Jimenoa und Saltos de Baiguate zu erreichen, beide auch überaus beliebt bei dominikanischen Urlaubern. In 3- bis 4-tägigen Exkursionen lassen sich von Jarabacoa bzw. dem Dorf Ciénaga aus auch die erloschenen Vulkane des Parque Nacional Armando Bermúdez erkunden, die Loma de la Viuda (2802 m), der Pico de Yaque (3045 m) und der Pico Duarte, mit 3175 m der höchste Gipfel der Karibik. |
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