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Traumhafte Strände, Nationalparks mit Dschungel, Wasserfällen und Höhlen, nächtliches Schattenspiel und pulsierende Städte, eine indonesisch-muslimisch beeinflusste Kultur: Südthailand unterscheidet sich beträchtlich vom nördlichen Landesteil.
Phuket, Ko Samui und Ko Phi Phi sind längst auch in Europa bekannte Inselnamen. Tatsächlich aber ist die Küste rund 2600 km lang. Zahllose Inseln reihen sich aneinander, mit sehr unterschiedlichem Angebot. Hängematte am einsamen Strand, Nightlife ohne Sperrstunde, Wassersport bis zum Umfallen, Shoppen, bis der Geldbeutel leer ist, luxuriöse Spa-Hotels, bezaubernde kleine Bungalowanlagen direkt im Sand. Jeder kann hier seinen persönlichen Traumurlaub verbringen. Phuket verspricht das vielseitigste Angebot. Ein bisschen weniger, aber immer noch genug Unterhaltung bieten Ko Samui und Krabi. Junge Leute zieht es vielleicht mehr nach Ko Phi Phi oder Ko Phangan, Ruhe und Entspannung versprechen Khao Lak, Ko Lanta und Hua Hin. Nicht zu vergessen: An vielen Stränden und auf zahlreichen Inseln finden Schnorchler und Taucher ihr Dorado. Hua Hin Seine Karriere als Seebad begründete niemand Geringerer als seine Majestät persönlich: Rama VII. ließ sich hier eine Sommerresidenz bauen. Noch heute machen die Royals in Hua Hin gerne Ferien - der zierliche königliche Wartepavillon am Bahnhof, in vielen Werbebroschüren zu sehen, erfüllt infolgedessen noch immer seinen Zweck. Das Flair vergangener Tage hat sich das historische Railway Hotel - hier residierten einst die Gäste des Königs - bis heute erhalten können. Morgens und abends, wenn die Fischer vom Fang zurückkommen, wird es im kleinen Hafen lebhaft. In den engen Gassen der Altstadt locken Restaurants, Kneipen und ein bunter Nachtmarkt. Der breite und gepflegte Sandstrand ist nicht ganz so schön wie die Palmenstrände und das klare Wasser anderswo im Süden, dafür jetskifrei und sehr viel ruhiger. Das Publikum Hua Hins ist dementsprechend gesetzt, hier überwintern auch viele Rentner. Direkt am Strand entstand schon in den 1930er Jahren der erste Golfplatz des Landes. Wer will, kann auch hoch zu Ross am Strand entlang galoppieren. Pattaya Pattaya kämpft seit Jahren gegen seinen schlechten Ruf als Sündenbabel - erfolgreich. Heute fühlen sich Familien hier sehr wohl. Zentrum vor allem des nächtlichen Lebens ist das so genannte Village, ein paar kleine Straßen, an denen sich Shops, Kneipen, Go-Go-Bars und Massagesalons dicht an dicht drängen. Weltklasse haben die Transvestitenshows von Pattaya. Für den Badeurlaub empfehlen sich die Strände von Jomtien und Naklua eher als der Stadtstrand. Überall ist das Wassersportangebot groß. Lustig ist ein Besuch in Ripleys kuriosem Museum “Believe it or not”. Abwechslung verspricht der Nong Nooch Tropical Garden mit Kulturshow, kleinem Zoo, Elefantenvorführungen sowie Orchideen- und Palmengarten, Badespaß mit Wasserrutsche der Pattaya Water Park. Die neuste Attraktion ist die spektakuläre Under Water World. Verhinderte Rennfahrer dürfen sich auf dem Bira Circuit austoben. Die Inseln der vorgelagerten Ko-Lan-Gruppe locken Taucher und Schnorchler an. Ko Phangan Nicht weit vom lieblichen Ko Samui entfernt bietet Ko Phangan ein gänzlich anderes Bild: rau, schroff und abweisend. Die Natur erschwert die Erschließung, und so wurde die Insel vom Massentourismus noch nicht erfasst. Die einzige Ausnahme bietet der Hat Rin Beach ganz im Süden, berühmt-berüchtigt wegen seiner Full Moon Partys. Die dort angebotenen Magic Mushrooms haben es in sich, Vorsicht ist also geboten. Hat Rin besteht hauptsächlich aus Billigunterkünften, deren Preis-Leistungs-Verhältnis zumindest in der Hochsaison (Dezember-Februar, Juli/August) dramatisch schlecht ist. Ruhigere und schönere Buchten gibt es rund um die Insel, die meisten sind jedoch schwer erreichbar - und das bedeutet Longtailboot, Schweiß treibenden Fußmarsch oder anstrengende Jeepfahrt. Beinahe idyllisch sind z. B. Tong Nai Yai und Tong Nai Noi an der Ostküste und Mae Hat, Hat Salad sowie Hat Yao im Norden. Wer sich auf eine Inselrundfahrt wagt, muss ein ausgesprochen erfahrener und besonnener Fahrer sein - vom Motorradfahren sei ausdrücklich abgeraten. Im Hafen Thong Sala gibt es einige Geschäfte und Reisebüros in der Nähe der Piers. Ko Samui 247 km2 groß ist Thailands beliebteste Ferieninsel im Golf. Ihrem Beinamen, die “Kokosinsel”, macht sie alle Ehre. Ganze Plantagen der Tropenpflanze überziehen sie, Kopra ist eines der wichtigsten Exportprodukte. An den wundervollen Stränden finden sich Unterkünfte und Restaurants aller Kategorien. Touristisches Zentrum ist Chaweng Beach - postkartenreifer Traumstrand schlechthin. Hier ist auch nachts am meisten los - der Reggae Pub und das Green Mango sind bereits Institution. An zweiter Stelle, zumindest was das Nachtleben betrifft, steht Lamai Beach, wo sich unternehmungslustige junge Individualisten amüsieren. Ruhiger sind die Strände Bangrak, wegen der riesigen Buddhastatue auch Big Buddha Beach genannt, Bophud und Maenam. Ausflüge auf der Insel führen zu Wasserfällen, auf den 635 m hohen Gipfel des Khao Thai Kwai und zum Wat Khunaram. Im Tempel sitzt seit rund 30 Jahren die Mumie eines Mönches, einst ein verehrter Meditationslehrer, hinter Glas, eine Sonnenbrille auf der Nase. Phuket Thailands größte Insel ist auch die beliebteste Ferienregion des Landes. Eine lebendige Stadt, eine abwechslungsreiche Natur und natürlich vor allem traumhafte Strände erklären ihre magnetische Anziehungskraft auf Urlauber. Einige der Strände - allen voran Patong - offerieren ein vielfältiges Wassersportangebot, ein unterhaltsames Nachtleben und gute Shoppingmöglichkeiten. Andere sind für alle diejenigen richtig, die zwar etwas Abwechslung, aber keinen Rummel suchen - darunter Karon und Kata. Wieder andere, Kamala, Surin und Nai Yang zum Beispiel, werden vorwiegend Ruhe Suchenden gerecht. Bang Tao schließlich ist Vorzeige-Ökoprojekt mit weitläufigen Luxushotels. Die Andamanensee gilt als Tauchparadies. Auf Phuket haben sich zahlreiche Tauchschulen etabliert, die auch Ausflüge unter anderem zu den Similan Islands anbieten. Schön sind auch Kanutrips in die Kalksteinhöhlen (Hongs), die nur bei Ebbe zugänglich sind. Neuester Touristenmagnet: der Vergnügungspark Phuket FantaSea, der allein schon wegen seiner hervorragenden Kulturshows sehenswert ist. Khao Lak Nur eine gute Fahrstunde nördlich der Touristenhochburg Phuket liegt ein Juwel: 12 km lang ziehen sich die goldgelben Sandstrände von Khao Lak an der Andamenensee entlang, gesäumt von Kasuarinas und immer wieder unterbrochen von malerischen Felsgruppen. Der Streifen Land zwischen Meer und Straße, der Sunset und Nang Thong Beach umfasst, ist nur schmal, und direkt hinter der Straße erheben sich die dschungelbedeckten Berge des Lamru-Nationalparks. Ein Stück weiter nördlich liegt der Palm Beach. Die schönen und z. T. luxuriösen Hotel- und Bungalowanlagen liegen alle direkt am Strand. Das Angebot an Restaurants ist gut, es gibt auch die eine oder andere Strandbar, doch ein Nachtleben à la Phuket fehlt noch völlig. In Khao Lak lässt man die Seele baumeln und macht kilometerlange Strandspaziergänge. Gleich südlich lockt der Khao Lak National Park mit einer reichen Tier- und Planzenwelt, nicht weit entfernt sind auch die Nationalparks Lamru und Khao Sok - Touren werden angeboten. Taucher und Schnorchler werden einen Ausflug zu den Similan Islands buchen. Khao Sok National Park Immergrüner Regenwald, spektakuläre Kalksteinformationen, zahlreiche Höhlen, Wasserfälle und ein riesiger Stausee: Je länger Sie bleiben, desto schöner ist Khao Sok. Übernachten können sie in einfachen, aber schönen kleinen Anlagen oder - sehr romantisch - in Baumhäusern. Der Park ist Lebensraum vieler Wildtiere, darunter Elefanten, Asiatische Schwarzbären, Tiger und Leoparden - zu Gesicht bekommen werden Sie aber eher Warane, Gibbons und Nashornvögel. Eintägige Exursionen können Sie auf eigene Faust unternehmen, sehr viel interessanter wird es aber mit Guide, der Sie auf all das aufmerksam macht, was Sie sonst gar nicht sehen würden. Unternehmungslustige machen ein- oder mehrtägige Dschungeltouren, befahren den Sok River im Kanu, durchstreifen die Wälder auf dem Rücken von Elefanten oder machen eine Bootstour auf dem landschaftlich wunderschönen Rajaprabha-Stausee. Die kalksteinzerklüftete Tropfsteinhöhle Namtalu kann nur in Begleitung eines Guide erforscht werden. Krabi /Phang Nga Seit Jahren zieht Krabi Erholung suchende Urlauber aus Europa magnetisch an. Zentrum des gehobenen Pauschaltourismus ist der Ao Nang Beach, eingerahmt von malerischen Karstfelsen und mit schönem Blick auf die Felsen der Inselgruppe Ko Poda; Bootsausflüge zur "Hühncheninsel" werden vor allem Schnorchler unternehmen. Junge Leute und Individualisten zieht es an den Rai Leh Beach auf einer von Kalksteinformationen abgeschlossenen Halbinsel und nur per Boot erreichbar; hier können sich auch Kletterer austoben - es gibt sogar eine Kletterschule. Wer sehr viel Geld hat, findet sein Paradies im luxuriösen Rayavadee Premier Resort am Phra Nang Beach. Wie grün überzogene Pilze erheben sich die Karstfelsen und -inseln in der Phang Nga Bay - spektakuläre Landschaftskulisse, die man auf einer Longtailbootfahrt erkunden kann. Weltbrühmt wurde James Bond Island, Kulisse im James-Bond-Film "Der Mann mit dem goldenen Colt". Viel schöner allerdings sind Kanutouren, die auch in die so genannten Hongs, die Höhlen in den Inseln, führen. Ko Phi Phi Postkartenschönheit: ja. Postkartenidylle: nein. Phi Phi, lange Zeit Geheimtipp unter Travellern, ist schon seit Jahren hoffnungslos überlaufen. Seitdem hier mit Leonardi di Caprio der Streifen "The Beach" gedreht wurde, ist es noch schlimmer. Eigentlich besteht Phi Phi aus zwei Inseln: Die Unterkünfte stehen auf der kleineren Ko Phi Phi Don - inzwischen mischen sich auch Hotels und Luxusresorts unter die zahlreichen Bungalowanlagen. Die Strände sind - blendend-weiß und feinsandig - südseeverdächtig. Hier fühlt sich vor allem die Lifestyle-Szene so richtig wohl: Piercing-, Tattoo- und Massageläden sind reichlich vorhanden, Restaurants, Souvenirshops und Bars ebenfalls. Spätestens am Vormittag, wenn die Traveller noch gar nicht so richtig wach sind, überfallen Scharen von Tagesausflüglern die Insel. Unter strengem Schutz dagegen steht die große Schwester, Ko Phi Phi Le. Schroff und unbewohnt, umgeben von schönen Schnorchelrevieren. Hier sammeln Thais in den Höhlen die kostbaren Schwalbennester. Ko Lanta Die große, bergige und urwaldbewachsene Insel hofft nun, nach der Inbetriebnahme des Flughafens von Krabi, auf den großen Tourismusboom. Eine Brücke sollte gebaut werden, die Pläne liegen jedoch auf Eis, und man muss nach wie vor das Boot nehmen. Der Hafen Ban Saladan bietet einige Restaurants, Geschäfte und Reisebüros. Doch die meisten starten direkt durch zu den Stränden an der Westküste, allen voran Klong Dao und Long Beach. Dort bieten schöne Bungalowanlagen und seit neuestem auch ein Hotel mit Pool angenehme und preiswerte Unterkunft. Noch ist Ko Lanta ruhig. Die Aktivitäten beschränken sich aufs Faulenzen, Schwimmen und Tauchen - es gibt mehrere Tauchschulen. Nachtschwärmer finden zumindestens einige kleine Cocktailbars. Per Mietmotorrad kann man die Insel auf einer Staubstraße fast umrunden. Auf Tagesausflügen erreichbar sind einige der besten Tauch- und Schnorchelreviere Thailands: Lassen Sie sich Ko Kradan, Ko Rok oder Ko Muk keinesfalls entgehen. |
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